Speicher in Deutschland | 21. September 2021
#Speicher#Versorgungssicherheit
Untergrund-Gasspeicher
Rückgrat der Energieversorgung
Die Erdgasversorgung in Deutschland wird durch die Produktion in Deutschland, durch Importe sowie durch Untergrund-Gasspeicher gewährleistet. Die Speicher erfüllen eine klassische Rückgrat-Funktion zwischen Versorger und Verbraucher und haben einen maßgeblichen Anteil an der Versorgungssicherheit.
Für die sichere Einlagerung großer Gasmengen eignen sich
- Porenspeicher (natürliche unterirdische Speicher in den Poren ausgeförderter Lagerstätten oder in tiefen wasserführenden Schichten [Aquifer])
- Kavernenspeicher (Hohlräume in unterirdischen Salzstöcken, die durch einen Solprozess angelegt werden)
Neben dem Ausgleich zwischen Bedarf und Aufkommen gewährleisten die Untergrundspeicher in Deutschland die Versorgungssicherheit im Falle von Lieferunterbrechungen.
Speicher der BVEG-Mitglieder
Unsere Mitgliedsunternehmen haben in Deutschland im Jahr 2022 Untergrund-Speicher mit einem Arbeitsgasvolumen von 20,5 Milliarden Kubikmeter betrieben. Das sind knapp 90% des gesamten Speichervolumens von 22,9 Milliarden Kubikmetern in Deutschland, was rund 25 Prozent der jährlich verbrauchten Erdgasmenge entspricht und das größte Speichervolumen in der Europäischen Union ist, gefolgt von Italien, Niederlande und Frankreich. Weltweit gibt es nur in den USA, in Russland, in Kanada und in der Ukraine mehr Speichervolumen. Bei Kavernenspeichern ist Deutschland dabei sogar weltweit Spitzenreiter.
Insgesamt betreiben die BVEG-Mitglieder in Deutschland 236 Gaskavernen in 24 Speicheranlagen. Kavernen verfügen inzwischen über einen Anteil von 62 Prozent am maximal nutzbaren Arbeitsgas-Speichervolumen in Deutschland. Dies ist eine deutsche Besonderheit; in allen anderen Ländern überwiegen Porenspeichervolumina deutlich. Die neun Porenspeicher der BVEG-Mitglieder haben ein Arbeitsgasvolumen von 8,2 Milliarden Kubikmeter.
Kontakt:
Ingo Forstner